Was wirklich hinter Herzproblemen & veganer Hundeernährung steckt

Immer wieder hört man:
„Vegane Hunde bekommen Herzprobleme – das belegen Studien.“

Doch ein genauer Blick zeigt: So einfach ist es nicht.


Was tatsächlich untersucht wurde

In den bekannten Fällen von Herzmuskelerkrankungen (DCM) ging es um Hunde, die:

  • nicht vegan ernährt wurden
  • sondern getreidefreies, fleischbasiertes Futter bekommen haben

 Die Rolle von „getreidefrei“

„Getreidefrei“ bedeutete in vielen Fällen:

  • weniger Getreide
  • dafür mehr Hülsenfrüchte wie
    → Linsen
    → Erbsen
    → Kichererbsen

Diese wurden als Ersatz eingesetzt – oft in hoher Menge.


 Das eigentliche Problem

Im Fokus standen Hinweise auf:

  • unausgewogene Rezepturen
  • mögliche Nährstoffdefizite

z. B.:

  • Taurin
  • L-Carnitin

 Beides entscheidend für die Herzgesundheit.


Wo die Fehlinterpretation entsteht

Aus den Ergebnissen wurde häufig:

  • „getreidefrei“ = problematisch
  • „viel pflanzlich“ = problematisch
  • „vegan“ = problematisch

 Obwohl eine vegane Ernährung gar nicht untersucht wurde


 Der entscheidende Punkt

→ Es ging nie um „pflanzlich vs. tierisch“
→ Sondern um die Nährstoffzusammensetzung


 Fazit

Eine Ernährung – egal ob mit oder ohne Fleisch – ist nur dann gesund, wenn sie:

✔️ bedarfsdeckend
✔️ ausgewogen
✔️ korrekt formuliert ist

→ Nicht die Ernährungsform entscheidet.
→ Sondern der Inhalt des Napfes.


 Einordnung & Quellen (eine Auswahl)

  • U.S. Food and Drug Administration – Untersuchungen zu DCM und Hundefutter
  • Tufts University – Forschung zu ernährungsbedingter DCM
  • Journal of the American Veterinary Medical Association – Fachartikel zu Herzgesundheit und Ernährung
  • American College of Veterinary Internal Medicine – Fachliche Einschätzungen zu DCM

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